Monat Oktober

1.) Monatsgedanke Oktober

Was schon Oktober?! Die Zeit verinnt!
Diesen Monat geht es um das Thema "Zeit"!!! wie sagte doch ein weißer alter Mann:

"Sehr beschäftigte Menschen erkennt man daran, dass sie sich für die wichtigen Dinge Zeit nehmen."

Und da darf sich jeder mal überlegen, was ihm wichtig ist!
Hierzu haben wir ein kleines Gedicht zugeschickt bekommen! Aber seht selbst!  :-)

 


"Ich wünsche dir Zeit"

 

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.
Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.
Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben

als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,

anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,

und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.

Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.

Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,

jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.

Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.

Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

 

von Elli Michler

 

 

Mir persönlich ist es wichtig das Land kennenzulernen! Ich möchte so viel von Argentinien sehen wie es nur möglich ist!
Da wäre zum Beispiel die Wasserfälle von Iguazu, Patagonien, Cordoba, Mar del Plata, die Falklandinseln, das sogenannte "Ende der Welt" Ushuaia, Bariloche und vieles mehr!!!
Das sind alles Reiseziele von mir! und dafür brauch ich eine Menge Zeit um sie zu bsichtigen! Und im Moment fühlt sich alles so an als würde die Zeit verfliegen und ich sie garnicht richtig nutzen könnte bzw. würde, weil ich unter der Woche arbeiten muss! Und ich bin mir sicher, dass ich die Zeit noch finden werde um zu Verreisen!
Natürlich ist mir auch wichtig die Sprache hier weiter zu lernen und dafür habe ich während meiner Arbeit oftmals genug Zeit, bzw kann ich mich jeder Zeit zu Senioren und Seniorinnen setzen und mit ihnen reden!
Was ich hier auch spüre ist, dass ich Zeit habe mein eigenes Leben zu leben. Ich kann tun was ich möchte und LEBE! Nicht, dass ich Zuhause nicht die Chance hatte, aber es ist nochmal etwas anderes wenn du soweit entfernt von Zuhause, Familie und Freunden bist!

Soviel von mir mal zum Thema Zeit! :-)

Buenos Aires, 1. Oktober 2013

2.) Día de la Unidad de Alemania

Ja hier in Argentinien wurde auch die Deutsche Einheit gefeiert!  Zwar wurde der ein Tag früher am 2. Oktober gefeiert, anscheinend aus organisatorischen Gründen, aber so habe selbst ich die Deutsche Einheit noch nie gefeiert!

 

Mit unserer Ansprechpartnerin Monica sind wir am Morgen des 2. Oktobers gegen 9 Uhr zum
`Plaza Alemania´ (Deutscher Platz) gefahren, der in `Capital Federal´ also in der Innenstadt ist, gefahren. Auf dem Platz angekommen waren schon einige Leute da. Unter anderem viele Schulklassen aus deutschen Schulen, wichtige Persönlichkeiten wie der deutsche Botschafter, ein argentinisches Blasorchester, der Knabenchor St. Nikolai aus Hamburg, ein Orchester aus Berlin, sowie wenige Leute aus der DWG und natürlich auch wenige Deutsche die in Argentinien wohnen! Auf dem Platz wurde ein riesiges „Kunstwerk“ von einer berühmten argentinischen Künstlerin aufgestellt (welches meiner Meinung nach ziemlich hässlich war bzw. konnte ich mit dem Kunstwerk persönlich nichts anfangen!). Natürlich wurden Reden gehalten. Unter anderem wie gut die Beziehung zwischen Argentinien und Deutschland sei und wie toll es ist, das Deutschland jetzt schon 23 Jahre vereint ist! Dazu gab es deutsche Volksmusik vom Orchester und Knabenchor und die Hymnen beider Länder wurden natürlich auch nicht vergessen! :-). Dazu wurde noch eine neue Mülltonne vorgestellt. Manche haben vielleicht schon etwas davon gehört! Sobald Müll eingeschmissen wird reagiert ein Computer in der Mülltonne darauf und sagt so etwas Ähnliches wie:“Mmmmh! Wie lecker war das den, danke schön!“. So schnelle wie die Veranstaltung zu Ende war wurde auch schon wieder alles abgebaut! Insgesamt war es schön das zu sehen, aber besonders schön war es jetzt nicht unbedingt!

Im Anschluss sind wir mit Monica in der Stadt noch etwas rumgefahren und sie hat uns den Strand gezeigt, am Fluss `Rio de la Plata´! Leider ist es dort nicht möglich auch zu schwimmen, da er nicht besonders sauber ist und unter anderem Badeverbot herrscht! Trotzdem ist es richtig schön um einen Spaziergang zu machen oder ähnliches. Am Wochenende ist die Strasse am Strand sogar gesperrt und das zum Inliner fahren. Als ich das hört habe ich um meine Inliner in Deutschland geweint! ;-). Darauf wurden wir in ein Restaurant zum Pfannkuchen Essen eingeladen! Es war super während dessen haben wir über die Zeit hier in Argentinien gesprochen und wie es uns so geht und wir sollten auch sagen wenn irgendetwas vor gefallen war oder irgendwelche Probleme gab. Und alles in allem war es sehr schön darüber zu reden. Denn Monica ist wirklich sehr nett und versucht uns das Jahr so angenehm wie möglich zu machen. Und bis jetzt ist das Jahr auch wirklich FANTASTISCH! :-)

Buenos Aires, 2. Oktober 2013

3.) Ausflug nach Tigre

Der Ort in dem ich lebe heißt „El Talar“ und befindet sich in der Provinz „Tigre“. Tigre gibt es in dieser Stadt auch als Stadt. Und es war den Besuch wirklich wert!
Den Tag davor haben wir uns natürlich gründlich erkundigt, wie man dort sicher angelangt! Mit der Buslinie „721 Rojo“ kann man von „El Talar“ direkt bis nach „Tigre“ gelangen. Auf dem Weg sind wir am Nachbarsort „Pacheco“ vorbei gekommen. Hier darf man sich eine Ortschaft aber nicht wie in Deutschland vorstellen. Ganz viele Häuser und ein Bahnhof. Hier fahren einige Buslinien durch und es gibt ein Haufen Geschäfte! Und es sind immer viele Leute unterwegs!
In Tigre angekommen sind wir ein Stück gelaufen. Und was direkt aufgefallen ist, sind die vielen Möbelläden. Eins neben dem anderen präsentieren sie auf dem Fußgängerweg ihre Möbel. Wobei einige echt super aussahen. Was mich davon abgehalten hat welche zu kaufen, war erstens wie soll ich das nach Hause bringen. Zweitens ich schleppe das jetzt nicht den ganzen Tag mit mir rum! Und drittens ich bin nur ein Jahr hier und was passiert danach mit dem Möbel. Somit musste ich durch die Straßen voll von Möbelgeschäften laufen OHNE ETWAS ZU KAUFEN! :-D
Letzt endlich sind wir am Hafen von Tigre angelangt an dem es zudem eine „Feria“ (Markt) gab. Hier in Buenos Aires gibt es ständig Märkte. Man muss sie nur finden.  Und so konnte man wieder ein wenig bummeln und die Augen offen halten. Und es gibt immer eine Menge Künstler auf solchen Märkten. Wo man echt begeistert ist was die alle machen. Zum Beispiel haben die Münzen aus aller Welt und sie bearbeiten diese mit Sägen und anderem Werkzeug bis nur noch das Wappen und der Ring der Münze vorhanden sind! So etwas werde ich mir definitiv noch besorgen! So etwas habe ich noch nie gesehen!

Da durch Tigre ein Fluss fließt gibt es auf der anderen Seite so etwas wie eine Halbinsel, auf der auch Menschen mit ihren Hütten leben! Wie ich mitbekommen habe, sind das auch oft nur Häuser die nur für Wochenenden und Ferien benutzt werden. Mir hätte es so gefallen dort zu leben und wenn man was braucht, mit einem Bötchen den Fluss zum Festland zu überqueren. Doch als ich dies anderen erzählt habe, haben mich die für verrückt erklärt! :-D Anscheinend würde man es dort nicht so lange aushalten und wenn erst mal die Flut käme, wärst du da nicht so gerne. Trotzdem war die Landschaft einfach unheimlich schön! Und auch die Häuser ganz schlicht. Es sah so aus als hätte jedes Haus seinen eigenen kleinen Strand! Überwältigend!
Ganz klar, dass wenn man schon am Hafen ist, auch eine Bootsfahrt macht. Mit dem Katamaran sind wir eineinhalb Stunden auf dem Fluss unterwegs gewesen. Wir sind einmal die Insel umrundet. Dies hat 90 Pesos gekostet. Dies sind umgerechnet 12€. Und in Vergleich zu Deutschland ist das ein wirklich guter Preis!
Mir hat auch jemand gesagt, dass man von Tigre aus ein Boot nach Uruguay nehmen kann! Dies würde zwar 3 Stunden dauern aber für ein Wochenende in Uruguay wäre doch nichts auszusetzen! Also steht dies nun auf meiner To-Do-Liste! Außerdem wie schon gesagt gibt es in Tigre einen Freizeitpark „Parque de la Costa“. Den wir auch demnächst besuchen wollen!

Tigre ist wirklich schön! Und seinen Besuch wert gewesen. Sollte jemals jemand von euch nach Buenos Aires kommen, solltet ihr unbedingt einen Tag nach Tigre gehen! Ich empfehle es euch wirklich!!!

Buenos Aires, 5. Oktober 2013

4.) El Jardín Japonese

Der Japanische Garten in Buenos Aires ist wirklich überwältigend. Er ist um einiges Größer als der In Karlsruhe und vielleicht auch ein wenig größer als der Kaiserslautern. Im Vergleich würde ich Ihn mit Kaiserslautern aber gleich auf setzen! Denn der Gigantische Wasserfall in Kaiserslautern ist auch großartig!
Hier in Buenos Aires zahlt man 25 Pesos = 3-4€. Er ist sein Geld wirklich wert, vor allem da der Eintritt wirklich günstig ist! Er hat einen riesigen See in der Mitte. Schade ist, dass das Wasser nicht sehr klar ist. Trotzdem kann man die riesigen Kois gut sehen. Über mehrere Brücken kann man von über das Wasser laufen und auch auf eine kleine Insel in der Mitte des Sees gelangen. Es gibt Haufen Pflanzen kleine Steingärten, Bäche, ein japanisches Restaurant, ein eigener Blumenladen, ein Souvenirlädchen  und eine Menge Leute!
Es ist wunderschön dort! Ich denke mein Vater würde sich hier sehr wohl fühlen! Eine Kleine Touristen Attraktion im Park ist, dass man seinen Vornamen auf Japanisch schreiben lassen kann und das für 12 Pesos =1-2€! Ich hab das natürlich gemacht! :-D  Die Frage die ich mir nur gestellt habe, ist ob das wirklich richtig ist. Das Lustige war das es 2 Orte im Garten gab, wo man seinen Namen auf Japanisch schreiben lassen konnte! Zu gerne hätte ich ein zweites Mal es ausprobiert und es verglichen! Doch ich war zufrieden mit dem Aussehen meines Namens und ich hatte kein Geld mehr! :-D
Hier im Japanischen Garten gibt es des Öfteren Ereignisse und Veranstaltungen. Demnächst im November ist Lichterfest. Und als gibt es Kimonovorstellungen, Arte Cosplay, Japanreisen, Berühmte Künstler und Modedesigner aus Japan zu Besuch und vieles mehr. Für Japan-Liebhaber gibt es hier eine Menge zu sehen!

 

Buenos Aires, 6. Oktober 2013

5.) Puerto Madero

Puerto Madero ist ein Stadtteil von Buenos Aires am Ufer des Río de la Plata. Dieses Hafenviertelhat alles, was eine schicke Hafencity braucht: Herausgeputzte Backsteinspeicher, stillgelegte und angeleuchtete Kräne, schnieke Jachten und gepflegte Museumsschiffe, tuere Bar-Restaurants und ein Flair von einem lässigem Leben aufgrund der vielen Grünanlagen. Das alles wird von verspiegelten und nobel glänzenden Bürotürmen flankiert. Ganz anders, soll der vor 20 Jahren ausgesehen haben: Da war der alte Hafen verlassen und verwahrlost.
Heute sieht Puerto Madero aus wie jedes neue glitzernde Hafenviertel in unserer globalisierten Welt. Ein Spaziergang lohnt sich besonders Abends! Wenn sich zahllose Lichter märchenhaft im Wasser spiegeln und die beleuchteten Wolkenkratzer in den dunkeln Himmel ragen. Es ist einen Besuch auf jedenfall wert gewesen! Man bekommt ein Flair von 'Nichtstun' wenn man an den Docks vorbei spaziert. Und man fühlt sich danach entspannt und ausgeglichen!


Was ich im Reiseführer gelesen habe, ist dass alle Straßen in Puerto Madero nach Frauen benannt wurden. Ebenfalls wurden seit 2000 etliche Wolkenkratzer für Wohnzwecke errichtet, die bis zu 50 Stockwerke hoch sind, darunter das El Faro-Gebäude, das zurzeit das höchste Gebäude in Buenos Aires ist.

Eine weitere Attraktion ist die Puente de la Mujer (Frauenbrücke). Sie ist die neueste Verbindung zwischen Puerto Madero und der Innenstadt. Die bewegliche Fußgängerbrücke wurde 2001 gebaut und ist ein Geschenk des Hilton-Hotels-Besitzers Alberto González. Sie führt die Spaziergänger am Dock III von einer Kaiseite zur anderen.
Desweiteren gibt es ein riesiges Naturschutzgebiet, das Reserva Ecologica! Leider waren wir zu spät dran und konnten nicht eintretten, doch das werde ich nachholen!

Bis dahin, ganz liebe Grüße an euch in Deutschland!!! :-)

Buenos Aires, 12. Oktober 2013

5.) La Plaza del Talar

Der Platz von 'El Talar' ist circa 15 Minuten, wenn man zu Fuß geht, entfernt. Er liegt aber auch an der Hauptstrasse von 'El Talar' und somit auch per Bus erreichbar! Somit ist es auch ideal nach der Arbeit einfach mal einen Nachmittag zu verbringen, da man sonst häufig immer lange Anfahrten aufnehmen muss.
Vor Ort gibt es mehrer Rasenflächen, die zum Fußball spielen genutzt werden, einen Spielplatz, einen Brunnen und natürlich ganz viele Pflanzen wie zum Beispiel Palmen!

Somit war es doch mal schön sich spontan in eine Art Park zu legen und Postkarten zu schreiben und die Sonne zu genießen! Also ihr könnt euch schon mal über Postkarten freuen! Braucht man mal ein wenig Auszeit ist hier ein guter Platz. Leider ist es nicht sooo ruhig, wegen der angrenzenden Straße, aber wenn man hier länger wohnt, stört dies einem nicht mehr  bzw. fällt es einen nicht mehr sooo auf! :-D

Buenos Aires, 14. Oktober 2013

 

6.) Hospital Aleman

Heute habe ich einen Senioren namens Pablo Denninger ins Deutsche Krankenhaus begleitet, zum Erhalt einer Bluttransfusion. Pablo Denninger ist Deutscher und hat dadurch die Möglichkeit ins Deutsche Krankenhaus zu gehen. Hier im Seniorenheim habe ich schon öfters davon gehört! Eine Seniorin erzählte mir, dass sie den deutschen Pass hat und darum dahin gehen darf. Andere die das nicht haben dürften dies nicht und wären deshalb neidisch auf sie. So ein denken hat mich schon ein wenig schockiert.
Der Tag begann ziemlich früh. Um 7 Uhr morgens wurden wir mit der Ambulanz abgeholt. Ich war bestens vorbereitet. Ich hatte einen Zettel wo draufstand wo ich nach einander hingehen muss. Ich hatte die erforderlichen Dokumente, eine Handy für Notfälle und 50 Pesos für Pablo falls er was zum Essen oder Trinken braucht. Trotzdem war ich ein wenig nervös. Gott sei Dank war ich nicht alleine und Pablo ist ein sehr netter und ruhiger Senior!
Im Krankenhaus nach einer Fahrt von einer Stunde angekommen haben wir erst mal die „Hemoterapia“ besucht, wie auf dem Zettel angewiesen. Als wir sie schließlich gefunden haben wurde mir gesagt, dass wir weiter gehen müssen, doch ich hatte sie nicht verstanden. Jedoch Pablo verstand sie und zeigte mir wo entlang wir müssen! Ich bemerkte somit nicht, dass wir bei der Rezeption waren wohin wir nach schritt Nummer 2 hingehen sollten. Dann wurden wir weiter zur „Hospital Oncológico“ geschickt, welches als Schritt Nummer 3 aufgelistet war. Somit hatte ich nicht bemerkt, dass wir 2 Schritte hinter uns hatten als wir letztendlich die Transfusion in der Onkologie bekamen. Zwei Beutel Blut bekam er transfusioniert. Dies ist circa 1 Liter Blut mehr im Körper. Schließlich hat alles gut geklappt während der Transfusion hab ich zwischen durch mal etwas zum Essen und Trinken für den Pablo geholt. Während dessen hat er geschlafen. Zudem haben wir sehr viel geredet. Er erzählte mir, dass er wegen der Kirche nach Argentinien gekommen ist. Zu seiner Zeit haben sie viele Priester in andere Länder entsendet. Um den katholischen Glauben zu verbreiten. Er erzählte mir von seiner Arbeit in der Fürsorge und mit Jugendlichen. Und auch dass er niemals ein Kind angefasst habe. Dies wirkte für mich, als ob er die katholische Kirche in Schutz nehmen wollte. Wiederum hat er die Katholische Kirche auch kritisiert, dass sie Welt offener werden muss wie zum Beispiel die Heirat von Priestern. Mit seiner Arbeit ist er heute noch in Verbindung. Er hat oft Besuch von Freunden im Seniorenheim und er schreibt viel über E-Mail mit ehemaligen Jugendlichen, mit denen er gearbeitet hat.
Es war sehr schön solch einen Einblick in sein Leben zu bekommen! Ich glaube auch, dass er sehr froh darüber war über sich zu erzählen und das ihm jemand zuhört!
Im Laufe des Tages hat er mich dazu aufgefordert mir mal „Recoleta“ anzusehen. Dies hab ich auch gemacht. ;-)  Dies ist ein sehr reiches und ist um einiges gehobener als andere Viertel in Buenos Aires.  Am darauf folgenden Wochenende habe ich vor dort erneut hinzugehen um mir nochmal alles gründlich anzusehen. Unter anderem auch den berühmten Friedhof vor Ort. Also seit gespannt auf den bericht! :-D
Gegen 18:30 Uhr kamen wir zurück im Seniorenheim  an, pünktlich zum Abendessen. Es war ein sehr anstrengender langer aber auch netter Tag mit Pablo! Er erzählte mir auch, dass er vor hat nach Deutschland zurück zu kehren, natürlich nachdem es ihm besser geht. Denn zurzeit Ist er Gesundheitlich angeschlagen. Hoffentlich hilft ihm die Transfusion, wieder auf die Beine zu kommen! Als nächstes werdet ihr dann wohl von „Recoleta“ erfahren. :-)

Buenos Aires, 17. Oktober 2013

7.) Welpennachwuchs

Ihr habt richtig gelesen! Es gibt Welpennachwuchs! Doch denkt jetzt nicht, dass es Hunde im Seniorenheim gibt! Es gibt nur Katzen!
Eine Arbeitskollegin besitzt Hunde und hat Welpennachwuchs bekommen! Und sie sind wirklich goldig!!! Insgesamt sind es 4 Stück! Sie seien geimpft und gesund. Und nun steht es an die Welpen abzugeben. Ein Weple ist bereits versporchen an eine Arbeitskollegin, ein anderer an eine weitere Personalkraft aus dem Heim. So bleiben noch 2 Welpen! Das hieße, dass ich die Chance hätte einen Welpen zu haben! xD
Doch daraus wird wohl nichts!!!

Nachdem ich Ingrid (Ansprechperson im Heim) Honig um ihren Mund geschmiert hatte und sie wirklich lieb und nett und nicht aufdringlich gefragt habe! Bekam ich ein, "Estas loco?!" (Bist du verrückt?!), zurück! Sie sagte mir, dass bereits Katzen im Heim leben und 2 Hunde bei Sneioren auch! Einen weiteren Hund hielte sie nicht aus! :-D
So zerplatzte der Traum einen Hund zu erhalten auf ein neues! Trotzdem gebe ich nicht auf! Ich werde einen Hund haben, irgendwann! :-D
Eventuell bekommen die Hunde nächstes Jahr wieder einen Wurf. Und dann könnte ich ja meine Eltern mit einem Welpen aus Argentinien überraschen! Falls ihr dies nun lest! Hiermit frage ich um die Erlaubnis einen Hund mit nach Deutschland zurück zu nehmen!!! :-D
Ganz liebe Grüße! Und überlegt eure Antwort nachdem ihr die Fotos gesehen habt!!!

Buenos Aires, 18. Oktober

8.) Recoleta

Recoleta ist wohl DER Stadtteil von Buenos Aires der die elegantesten und wohlhabensten Wohn- und Arbeitsviertel hat!
Hier in Recoleta gibt es ebenfalls viele hohe Gebäude. Und die Wohnvietel sehen viel sauberer und schicker aus als in anderen Stadtteilen! Hier zeigt es sich, dass Buenos Aires als "Paris des Südens" bezeichnet wird. Hier gibt es Prachtbauten im französischen Stil und exquisiten Waren von edlen Geschäften (deren Preise nur für Gutbetuchte erschwinglich sind). Hier wurden damals nicht einfach schlichte Häuser gebaut. Es wurden Paläste und Villen im Pariser Stil gebaut, nicht verwunderlich, dass der wichtigste Platz hier "Plaza Francia" heißt. Hier fühlt man sich wohl beim Durchspazieren und Erkunden der Straßen!

In Recoleta gibt es einige Orte die man sich nicht entgehenlassen sollte!!! :D

Da wäre zum Beispiel ein sehr berühmter Friedhof! Gut jetzt denken vielleicht viel, was an einem Friedhof so spektakulär ist! Hier ist es wirklich was Spektakuläres! Der Friedhof nennt sich: "Cementario de Recoleta". Gut das hört sich wirklich nicht sehr spektakulär an. Doch als wir dort ankammen waren Menschenmassen davor und bereits im Friedhof, die sich den rießen Friedhof anschauen! Auch einige Führungen finden stets statt! Hier kann man sich von den mächtig großen Gräbern mit den vielen Engelstatuen wirklich beeindrucken lassen. Wegen der vielen Engelstatuen wird dieser Ort auch die "Stadt der Engel" bezeichnet. Hinter dem Eingang, einer Torhalle(!), erwarten den Besucher 55.000m². Dicht sind hier Totenhäuser an Totenhäuser gebaut! Insgesamt sollen es um die 4800 Totenhäuser sein. Natürlich der Mächtigen, der Schönen und vor allem der Reichen, denn hier ein Grab zu besitzen oder bauen gelassen zu haben soll nur den Reichen vergönnt gewesen sein! Also unglaublich teuer! So liegen hier nur die bedeutensten Persönlichkeiten der argentinischen Geschichte! Wie Politiker, Militär, Dichter und Künstler und alle die das Geld hatten: der Diktator Juan Manuel de Rosas, und Präsident Bartolomé Mitre und natürlich die "Heilige der Nation": Eva Perón! Wer mehr über Eva erfahren möchte, googelt!!!

Ebenso sind hier andere Mythen im Friedhof begraben. So erzählt man zum Beispiel von einem Mädchen namens Rufina Cambaceres, welches 1902 lebendig begraben worden sein sollte.

Ein anderer Mythos erzählt von einem Liebespaar. Doch leider nimmt das Schciksal der Beziehung keine gute Wendung und der Mann verliebt sich in eine Andere. So verbleibt nur die junge Frau  die vor Traurigkeit nicht mehr Essen will. Ebenso soll der Hund das Leid mit seiner Besitzerin geteilt haben und auch nichts mehr gegessen haben. Und so starben sie beide an Hunger und wurden zusammen vergraben!

Ein Sage berichtet von einem Friedhofsnachtwächter David Olano aus dem Jahre 1910. Der italienische Einwanderer war so besessen von der Idee ebenfalls dort bestattet zu werden, das er bis zur Erschöpfung arbeitete, um genügend Geld für eine Parzelle zu sparen. Als er das Geld endlich zusammen hatte war sein Mausoleum bereits bis ins kleinste Detail geplant. Nur kurze Zeit nachdem alles weitere arrangiert war, beging er Selbstmord. Man sagt, dass er noch heute jede Nacht seine Runde durch den Friedhof geht, und man dabei seine Schlüssel klappern hört. 

Das tolle an unserem Besuch war jedoch beim Kauf einer Karte für den Friedhof. Direkt hat man offensichtlich bemerkt, dass wir nicht von hier sind! :-D Wir wurden gefragt von wo wir kommen. Und als wir Deutschland sagten. War die Frau so begeistert. Sie erzählte uns, dass sie Deutschland liebt und auch einen Sprachkurs mache! Sie spricht Spanisch und Englisch. Und im Moment lernt sie auch Deutsch! Sie erzählte auch von einem italienisch Kurs, jedoch habe ihr die Sprache im Laufe des Kurses dann doch nicht gefallen! Sie verkaufte mir eine Karte und erzählte alle Spenden und Einnahmen werden dafür eingesetzt um Renovierungen durchzuführen. Ich werde sie nochmal besuchen. Kurz vor Weihnachten, den sie erzählte, dass sie in der Zeit ein Examen in Deutsch haben wird und wir sie doch bittte nochmal besuchen sollen!!! :-D

Also ein Besuch lohnt sich wirklich! :-)

Ein Spektakel ist auch die "Floralis Genérica". Direkt neben der Fakultät für Rechtswissenschaft gitb es einen rießen Park mit einer 20m hohen Metallblume! Sie wurde von dem Architekt Eduardo Catalano geschaffen und schenkte sie der Satdt 2002. Das besondere an der Blume ist, dass sie sich bei Sonnenuntergang schließt und bei Sonnenaufgang wieder öffnet. Tagsüber spiegelt sich der blaue Himmel von Buenos Aires in ihren Blättern und nachts beginnt die imposante Blume bezaubernd bunt zu leuchten!

An so einem bezaubernden Ort darf ein Einkaufszentrum natürlich nicht fehlen! ;-) Das "Buenso Aires Design" lässt einen mit ausreichend Geld in der Tasche gut shoppen! Die großen Terassen unter rießigen Sonnenschirmen sind gut geeigent um sich auch einfach mal einen Kaffee zu gönnen und zu schlemmen!

Samstags und Sonntag verwandeln sich die rießen Grünflächen ab Mittag in einen großen Markt mit Musik und Tanzauftritten. Auf den Markt findet man stets Kleinigkeiten von Handwrkskünstlern, wie Schmuck, Anhänger und anderen. Bei unserem Besuch war eine kleine Kapoera-Gruppe unterwegs und hat für ordentlich Stimmung gesorgt. Mit Trommeln haben sie die nötige Aufmerksamkeit bekomemn und ihre Fitness unter Beweis gestellt! Aber sie haben uns auch amüsiert. Mit so einer Art Comedy haben sie stets für Lacher im Publikum gesorgt! Die Leute hatten wirklich Humor und haben das ganz toll gemacht! Da lässt man dann doch mal gerne mehr Geld da!
Der Besuch lohnt sich wirklich. Ich stelle fest, dass es immer wieder mehr zu sehen gibt! Und dies sorgt für Unterhaltung an den Wochenenden!
Ganz liebe Grüße von der Metallblume!!! :-D

Buenos Aires, 19. Oktober 2013

9.) Alles gute zum Muttertag, MAMA!!!

Hier wird der Muttertag am 3. Sonntag im Oktober gefeiert!
Alles war mit ganz vielen Herzen dekoriert, es wurden Tischdekos in Form von Tulpen gebastelt und auch alle Tische im Comedor wurden mit roten Tischdecken beschmückt! Auffallend war auch, dass es viel mehr Besuch gab als sonst! Das fand ich wirklich toll. Die vielen Senioren mit ihrer Familie zu sehen! Sie haben von Herzen gestrahlt!  Umso trauriger fande ich es, dass manche Familien einen Grund brauchen um ihre Mutter/ihren Vater/ ihre Familie im Heim zu besuchen. Und so taten mir die wenigen Senioren Leid, die keinen Besuch erhielten, weil sie keine Familie mehr besitzen, die Kinder alle in der Welt unterwegs sind oder einfach vergessen wurden. So habe ich zum Beispiel einsame Seniorinnen alles gute zum Muttertag gewünscht und auch dann haben sie angefangen dies zu genießen und zu strahlen!

Liebe Mama! Ich wünsche dir ganz herzlich alles liebe und gute zum Muttertag! und hoffe du hattest einen schönen Tag! :-)
Du bist die beste und freue mich rießig wenn du mich besuchen kommst! Hiermit will ich dir nochmal DANKE sagen, für alles was du mir mitgegeben hast auf meinem Weg, für alles bei dem ich stets auf dich bauen konnte! Ich weiß es war nicht immer einfach mit mir! :-D Und deswegen: GRACIAS!

 

Buenos Aires, 20. Oktober 2013

10.) Der Kiosk im Los Pinos!

"Hormiguitas" bedeutet "Kleine Ameisen"
"Hormiguitas" bedeutet "Kleine Ameisen"

Jeden Mittwoch gibt es nach der "Merienda" (übersetzt heißt es Picknick/Vesper, doch es gibt zur "Merienda" stets Kaffee und Brot mit Aufstrich. An besonderen Tagen mit Kuchen.) einen Kiosk der von 2 Freiwilligen, Irma und Susana, geleitet wird. Hier haben die Senioren die Chance Süßigkeiten, Tempos und anderes zu kaufen.

Die Seniorin namens Helga, verteilt an alle Seniorinnen Nummern, damit alles schön ordentlich, ruhig und human abläuft. Was oft dazu führt, dass Helga die erste ist, die an den Kiosk darf! :-D Doch anscheinend stört das niemanden, denn die Senioren haben Zeit.

Über die Sommerferien/Weihnachten wird der Kiosk jedoch geschlossen. Und so werden die Freiwlligen aus Deutschland wohl gefragt werden, ob man für sie zum Supermakrt geht! Doch das fände ich nicht schlimm! :-)

 

Buenos Aires, 23. Oktober 2013

11.) Besuch vom IB!

Alle 3 Jahre schickt der IB jemanden zum Besuch der Einsatzstellen!
Kornelia ist die Zuständige für einige Einsatzstellen in südamerikanischen Ländern. Und so kam sie dieses Jahr nach Argentinien. Sie besuchte einige Einsatzstellen unteranderem auch das "Los Pinos"! Mit ihr hatten wir also ein schönes Gespräch. Sie fragte uns wie es hier läuft mit unserer Arbeit, das Zusammenleben, wie kommen wir mit der Sprache zu recht, ist die Beziehung zu unseren Chefs gut und vieles mehr! Das Gespräch mit ihr verlief sehr gut und man hatte wirklich das Gefühl, dass es ihr wichtig war darüber zu reden. Hätte es irgendwelche Probleme gegeben, hätte man sie ihr anvertrauen können, denn sie hat sich für uns Zeit genommen!
Nach dem Mittagessen gab es dann noch ein gemeinsames Gespräch mit Monica (unserer Chefin). Und dort haben wir nochmal darüber gesprochen, dass wir uns hier wirklich wohl fühlen. Unter anderem wurden Probleme wie Essensversorgnung klar gestellt. Denn oftmals scheint es so, als wenn wir abends unser Essen abholen, dass die Küchenleute nicht wissen würden, dass wir darauf angewiesen sind und hier wohnen! Daraufhin wurde alles gut! Wir bekommen so ziemlich alles aus der Küche was wir brauchen und es gibt immer irgendetwas zu Essen! :-)

 

Kornelia redete anschließend noch mit Monica alleine. Geschäftliche Dinge! Wahrscheinlich wegen Kosten und anderem. Ab und zu frag ich mich ob der IB, welches es von "Weltwärts" (Finanzierungsplan vom Staat Deutschland für Auslandeinsätze) selber ein wenig einstreicht. Klar ist, dass der IB sein Personal auch bezahlen muss. Trotzdem ist das Geld für uns Gedacht. Und da würde mich schon manchmal fragen wo das ganze Geld wirklich hinfließt!

 

Toll war es auch mit Kornelia am vorherigen Sonntag sich mit anderen Freiwilligen und ihr zu treffen. Wir gingen zusammen essen und sie hat uns eingeladen. DANKE SCHÖN! Zusammen gingen wir dann nach San Telmo, denn sie durfte in Deutschland nicht ohne Geschenke zurück kommen! Beim gemütlichen Spaziergang durch den Markt findet man eigentlich immer etwas! Am Ende der Straße gingen wir in ein gemütliches Café und erholten uns vom vielen Laufen und von der Kühle in der Luft! Auch wenn es Tagsüber warm ist, abends wird es kälter und dann bereut man, dass man eine kurze Hose angezogen hat! :-D
Danke an Kornelia, dass sie sich für uns die  Zeit genommen hat und auch stets über E-Mail erreichbar ist!

Buenos Aires, 30. Oktober 2013

12.) Das "Instituto Ballester"

Ende Oktober wurde das "Los Pinos" in die deutsche Schule "Ballester" eingeladen!

Um halb eins nach dem Mittagessen traffen sich alle Senioren im Living der Residenica 1! Die Senioren wurden alle Schick gemacht! Mit hübschen Kleidern, Ringe und Halsketten, ein wenig Parfüm, schicke Schuhe und fertig waren die Senioren. Es kamen so viele mit in die Schule, dass das Seniorenheim einen Schulbus bestellt hatte, damit auch wirklich jeder mit gehen kann. Begleitet wurden die Senioren von der Ingrid (Leitung für Residencia 1 + 3), Lujan (Altenpflegerin), Sarah (Krankenschwester), Viridiana (Leitung für Residencia 5 + 6), Christina (Friseuse und Freiwillige im "Los Pinos) und natürlich von uns 3 Freiwilligen!

Die Schule befindet sich in "San Martin", ebenfalls eine Region in der Provinz Buenos Aires. Die Anfahrt dauert von "El Talar" ungefähr einandhalbstunden, wenn es nicht zu viel Verkehr gibt! :D

Nach einer letzten Zigarette ging es dann endlich los! Wie der Zufall will gibt es immer sehr viel Verkehr! Dennoch kamen wir trotz kleiner Verspätung an, aber noch rechtzeitig! :-)

Wir wurden herzlich vom Direktor und dem Lerherkollegium empfangen! Und auch direkt unseren Plätzen zugewiesen. Von den Schülern wurden uns sowohl Spanische als auch Deutsche Lieder vorgesungen! Und ich finde, trotz der Akzente haben sie es wirklich super gemacht! Die Senioren haben während sie mit sangen in ihrer Vergangenheit geschwebt und waren dafür sehr dankbar und glücklich! Auch durften die Schüler ihre Talente zeigen. Ein Mädel spielte auf ihrem Saxophon, ein anderer auf der Flöte und wieder ein anderer auf dem Klavier.

Nachdem Spektakel ging es an den Tisch zum gemeinsamen Kaffee und Kuchen essen. Die Senioren wurden von den Schülern mit Kaffee und Kuchen versorgt! Es ist immer wieder schön anzusehen, wenn Senioren auf Kinder treffen. Da schlägt ihr Herz jedesmal höher! Neben Kuchen gab es auch Sandwiches. Und zur Unterhaltung hatte sich eine Seniorin aus einem anderen Heim als Sängerin angeboten! Dies kam aber nicht so gut bei einigen Sneioren an!!! :-D Besser fanden sie einen anderen Senior mit seiner Mundharmonika! Gegen Ende wurde noch ein wenig getanzt, bevor man dann "Auf Wiedersehen" sagen musste! Als Abschiedsgeschenk gab es selbstgemachte Plätzchen von den Schülern!

Für die Senioren ist so ein Ausflug immer etwas besonderes. Wenn sie das Heim verlassen können und so ein wenig Abwechslung in ihr Leben kommt! Als wir zurückkehrtengab es auch schon ein wenig später Abendessen! Und so war der Ausflug in die deutsche Schule ein Highlight der Woche! :-)

Buenos Aires, 31. Oktober 2013

13.) Ein Monat in der "Asistencia Social" und "Jardin"

Der erste Tag in der "Asistencia Social" (Soziale Fürsorge) fing schon mal sehr gut an! Um neun Uhr ging ich ins Büro. Un dort traf ich erstmal auf Karin! Karin ist wirklich sehr nett und hilfsbereit und kümmert sich um die vertraglichen Dinge für die Senioren. Sie zeigt Bewerbern das Heim und klärt offene Frage. Sie erzählte mir zu Beginn, dass Gisa und Silvina heute nicht kommen werden, da sie mit 2 Senioren aus einem anderen Heim einen Ausflug machen werden. Daraufhin rufte Karin Gisa an, ob ich nicht mitkommen könnte, da es hier heute nicht so viel zutun gäbe! Gisa ist sagte natürlich ja und so bin ich mit dem Chauffeur Roberto, der stets bereit ist wenn mehrere Senioren gleichzeitig von A nach B gebracht werden müssen, mitgefahren. Zusammen holten wir zuerst die zwei Seniorinnen, dann Silvina und zum Schluss Gisa ab!

Durch so eine Autofahrt sieht man häufig doch mehr von der Stadt und Umbegung als wenn man gezielt an einen Ort fährt. Und da die Auto fahrt ziemlich lang war sah ich so einiges. Zusammen waren wir in "Lujan" (Provinz von Buenos Anires) unterwegs. Dabei fuhren wir an einen Zoo vorbei, der vor allem für die Löwen bekannt ist. Denn die Löwen werden mit Hunden zusammen gehalten! Der Sinn dahinter ist, dass die Löwen dadurch ruhiger sind und so auch von den Tierpflegern streichelbar und besser pflegbar sind! Leider sind wir nicht in den Zoo rein gegangen, da es vor allem für die Senioren sehr anstrengend und nicht ausahltbar für sie gewesen wäre so viel zu laufen! Desweiteren ist der Zoo ziemlich teuer. Selbst durch Vergünstigungen für Senioren. Deshalb machten wir außerhalb des Zoos eine kleine Raucherpause und bewunderten die Tiere die von Außen sichtbar waren!

Und so fuhren wir weiter. Bis schließlich schon Zeit für das Mittagessen war! So hielten wir am nächsten gutaussehendem Restaurant an! Wir aßen in so einer genannten Barrilla. Dort erhielten wir eine ganze Platte auf der jede Menge Fleisch gestapelt war. Von Hühnchen bis Schwein gab es so ziemlich viel! Auch Niere gab es zum Essen. Niere ist zwar trotz, dass es sich so komisch anhört nciht schlecht zu Essen. Trotzdem sorgt es für ein wenig Scheu beim Gedanken gleich Niere zu essen. Mit viel Getränken und Salat wurden wir auch bedient. So ließen wir uns es so richtig gut gehen.

Nachdem wir gesättigt waren machten wir uns auch wieder auf den Weg. Denn die Senioren waren müde von der Fahrt und natürlich auch von der Sonne, die man hier nicht unterschätzen sollte! Trotzdem waren die Senioren froh über diesen Ausflug. Man sieht immer wieder wie glücklich die Senioren sind, wenn sie dass Heim verlassen dürfen und wieder was von draußen sehen! So fuhren wir die Senioren in ihr Heim zurück und auch Gisa und Silvina wurden vor ihrer Haustür abgeliefert. Und auch ich wurde ins Heim zurück gebracht!

Nach diesem Start konnte es ja nur schön in der Fürsorge werden, dachte ich! Also Silvina und Gisa sind wirklich sehr sehr lieb. Aber die Arbeit die dort gemacht werden muss... Sie ist langweilig! Wir müssen Akten in Listen eintippen. Nicht die ganze Akte. Es gibt einen Haufen von Kisten in denen eine Menge Akten sind. Dazu müssen wir Tabellen alphabetisch erstellen, in denen der Name angegeben wird und in welcher Kiste diese Akte zu finden ist. Interessant und lustig wurde es dann als wenn man sich eine Akte genauer durchgelesen hat. Als fand man lustige Nachnamen oder sogar Nachnamen von Freunden und einem selbst! Ab und zu gibt es dann noch andere Aufgaben wie Dokumente in Listen einzusortieren, Dokumente kopieren, Sachen von A nach B und auch ab und zu Alimente (Nahrung) verteilen. Alimente werden hier an Leute mit deutschen Vorfahren verteilt, die selbst nicht soviel Geld haben und deshalb auf so Lebensmittelpakete angewiesen sind. Das sie deutsche Vorfahren haben erkennt man oftmals an ihren Nachnamen. Das Ding ist nur, dass sie die anders aussprechen. Da sie Wörter anders betonen und auch Buchstaben als unterschiedlich aussprechen.Dadurch wird das finden der Akte als schwieriger, wenn man den Nachnamen schon nciht versteht! :-D Trotzdem geht die Zeit gut rum, da man eigentlich ständig was zu tun hat! Wenn man mal wieder nur an den Akten gesessen ist, hab ich als Zwischendurch Berichte für diesen Blog geschrieben, um auch ein wenig Abwechslung zu bekommen!
Zu diesem Monat musste ich neben der Fürsorge auch als Gärtner ("Jardin" = Garten) arbeiten. Dazu bin mit Monica ins "Vivero" (Gartenbaumarkt) gefahren (Das tolle fand ich an dem Namen "Vivero", da es eigentlich vom Verb "vivir" abgelietet wird und dies bedeutet "leben". So bekommt das Wort Gartenbaumarkt eine ganz andere Bedeutung). Dort kauften wir viele Kleinpflanzen und auch neue Erde! Als ich dann zur Tat greifen musste habe ich damit angefangen die Blumenbeete zu kürzen und Unkraut rauszurupfen und dort die Kleinpflanzen eingeplfanzt! Mit der Zeit habe ich gefallen an der Arbeit gefunden und so das "Los Pinos"  ein wenig aufgefrischt! :-D
Zur Arbiet des Gärtners gehört natürlich dann auch die Beete zu pflegen damit sie ncith wieder zurück wuchern! Auch habe ich am frühen Morgen natürlich die Beete und Pflanzen mit Wasser versorgt. Das hat häufig schon 2 - 3 Stunden ind Anspruch genommen! Zum Glück war ich nciht der einzige der im Heim die Pflanzen gießt. Dann würde ich ewig brauchen. Vorstellen will ich mir das auch noch ncith wenn es so richtig heiß wird im Sommer. Dann werden die Pflanzen richtig viel Wasser brauchen, damit sie nicht austrocknen!

Dieser Text hängt im Büro! :-D
Dieser Text hängt im Büro! :-D

An der Gartenarbeit hab ich wirklich gefallen gefunden und möchte ich auch gerne weiter machen! Der Job im Büro finde ich ziemlich langweilig und er muss halt gemacht werden. Aber wenn jeder von uns einmal die Woche ins Büro geht, ist das durchaus zu verkraften. Und die Leute die im Büro arbeiten sind ja auch sehr nett, wodurch die Arbeit im Büro auch mal mit einem Pläuschen enden! :-)

Im November geht es dann zu den "Mantemiento" (Hausmeistern) auf diese Arbeit bin ich ncith so positiv eingestellt. Da ich mir bis jetzt nicht vorstellen kann, wo ich mit anpacken kann und ob ich da eigentlich wirklich gebraucht werde? Aber ich werde es mir mal anschauen und auf die Leute bin ich auch schon gespannt!

Jetzt ist wirklich schon Oktober vorbei! Das heißt 2 Monate und ein halber! Die Zeit vergeht wirklich immer schneller! Richtig warm ist es hier noch nicht, aber über durchschnittlich 20 Grad jeden Tag kann man sich nicht beschweren! Trotzdem wird es Abends wieder kälter wodurch alles ein wenig abkühlt.
Ganz liebe Grüße an alle in Deutschland, Familie und Freunde! :-)

Buenos Aires, 31. Oktober 2013